Leben und Arbeiten in Peru: Mein Start in Cusco

04 Juni 2019 (1358 Besuche)

Als ich mich dazu entschlossen hatte, für eine Jahr beruflich nach Cusco zu gehen, wusste ich wenig über den peruanischen Alltag. Ich kannte Berichte von Freunden, die als Reisende in verschiedenen südamerikanischen Ländern unterwegs gewesen waren. Ich war mir darüber im Klaren, dass mich buntes Chaos erwarten würde und solide Spanischkenntnisse nötig sein würden, um meinen Alltag im neuen Umfeld zu organisieren. Ansonsten war ich vor allem gespannt auf den berühmten Ort inmitten der Anden, der den Inka als Nabel der Welt galt.

 

Meine erste Anlaufstelle in Cusco war das deutsch-peruanische Kulturinstitut ACUPARI. So kam ich schon vor der Abreise in den Genuss des guten Gefühls, dass mich jemand vom Flughafen abholen und ich die ersten Tage meines Aufenthalts in einer Gastfamilie verbringen würde anstatt in einem Hotel. Da sich meine Reise kurzfristig ergeben hatte, blieb für weitere Vorbereitung nicht viel Zeit. Ich las mich ein wenig in die Geschichte des Landes ein, kümmerte mich um die notwendigen Impfungen, packte meine Koffer und bestieg voll gemischter Erwartungen den Flieger.

 

Der Kulturschock war unerwartet heftig: In Cusco schien wirklich alles anders zu sein, als ich es aus Deutschland gewohnt war. Unvorstellbar, mich in diesem lauten Durcheinander jemals zurechtzufinden, geregelt meiner Arbeit nachzugehen und mit den Temperaturen zurechtzukommen. Heute, wenige Wochen später, kann ich meine anfängliche Orientierungslosigkeit kaum noch verstehen. Ich fühle mich uneingeschränkt wohl in Cusco. Fasziniert tauche ich Tag für Tag in das bunte Treiben auf Straßen und Märkten ein, staune über das reiche Erbe der Inka, das mir auf Schritt und Tritt begegnet und kenne inzwischen auch eine ganze Reihe wunderbar stiller Orte, um mich für ein paar Stunden dorthin zurückzuziehen. Sogar an die Kälte beginne ich mich zu gewöhnen.

 

In den ersten Wochen meines Aufenthalts als DaF Lehrerin in Cusco jedoch war ich auf Unterstützung dringend angewiesen. Ich war sehr dankbar dafür, dass ich in der Sprachschule ACUPARI in Cusco nicht nur einen intensiven Spanischkurs machen konnte, sondern auch Unterstützung bei der Erledigung meiner Aufenthaltsformalitäten bekam und Antworten auf jede meiner Fragen – sei es die nach der schnellsten Busverbindung, dem besten Kaffee oder dem schönsten Ausflugsziel für das Wochenende. Dazu wies mich meine Gastfamilie liebevoll in die peruanische Küche ein und half mir, mich mit den vielen Kleinigkeiten zu versorgen, die im Alltag notwendig sind.

 

ACUPARI ist nicht nur für mich eine wichtige Anlaufstelle geblieben. Hier gehen jeden Tag peruanische und ausländische Sprachlerner, Lehrkräfte aber auch Deutschsprachige ein und aus, die in Peru schon lange auf eigenen Beinen stehen. Hier treffen sich ehemalige MitschülerInnen, TandempartnerInnen oder man kommt einfach vorbei, um dem Team Guten Tag zu sagen. Man trinkt eine Tasse Tee auf der Sonnenterrasse und informiert sich über Neuigkeiten aus den gemeinnützigen und kulturellen Projekten, die bei ACUPARI beheimatet sind. Das Kulturzentrum ist für viele ein Zuhause – und da sind immer auch ein paar Neuankömmlinge, denen noch viele Fragen ins Gesicht geschrieben stehen. Willkommen in Cusco!

 

Dorothea C.

 

Leben und Arbeiten in Peru: Mein Start in Cusco



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