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Peru Feste und Feiertage
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In Peru finden jährlich
rund 3.000 festliche Veranstaltungen statt. Viele der
religiösen Feierlichkeiten sind den Schutzheiligen
der Städte gewidmet, ein Überbleibsel aus
der Zeit der Spanischen Eroberung.
Hier finden Sie einen Überblick zu den Festen in
Cusco und Umgebung.
Aktuelle Daten zu den Festen in der Region Cusco finden
Sie in Marions Cusco
Blog. |
06. Januar
Heilige drei Könige "La bajada de los Reyes"
Das "Herabsteigen" der drei Könige ist
eine eindrucksvolle Aufführung, die jedes Jahr
auf dem Kirchplatz von San Blas in Cusco stattfindet.
Besonders schön wird das Fest auch in dem Dorf
Ollantaytambo, im Heiligen Tal der Inka, gefeiert. |
19. und 20. Januar
Fiesta de San Sebastián (Vorort von Cusco)
Nach dem religiösen Festakt, einer Messe und Prozession,
werden auf dem Kirchplatz von San Sebastián Folkloretänze
aufgeführt und typische Gerichte ausgestellt und
zum Verzehr angeboten. Höhepunkt des Festes ist
schließlich die Erstürmung eines mit kleinen
Geschenkpaketen beschmückten Baumes. |
01. - 14. Februar
"Fiesta de la virgen de la Candelaria"
- Puno
Zu den tagelangen geradezu spektakulären Festlichkeiten
zu Ehren der Schutzpatronin von Puno reisen Gläubige
und Folklorebegeisterte aus ganz Peru aber auch aus
dem Nachbarland Bolivien in Scharen an.
Puno, die Stadt am Titicacasee, ist für seine traditionellen
Tänze (über 300 verschiedene Variationen)
bekannt und wird deswegen auch oft als die "Folklore-Hauptstadt
Perus" bezeichnet.
Am 2. Februar beginnt das Fest der "Virgen de la
Candelaria", die Feierlichkeiten dauern zwei Wochen.
Zu dieser Zeit sind die Straßen Punos am Ufer
des Titicaca Sees gefüllt mit Tänzern in farbenfrohen
Kostümen und faszinierend grotesken Masken. Zu
der Feier reisen mehr als 200 Gruppen von Musikern und
Tänzern an um die Jungfrau, in der Quechua Sprache
"Mamapacha Candelaria" genannt, mit Musik
und Tanz zu ehren.
Neben der Prozession, die von tausenden Gläubigen
in einem nächtlichen Kerzenzug durch die Straßen
begleitet wird, findet auch ein Tanzwettbewerb statt,
an dem über 40 Tanzgruppen aus dem Süden Perus
teilnehmen.
Besonders eindrucksvoll ist der Dämonen-Tanz, "La
Diablada". |
Februar
Karneval
In den umliegenden Dörfern von Cusco - besonders
schön in Colla, einem Dorf im Heligen Tal der
Inka - wird Karneval mit Folkloretänzen, Marktfreuden
und typischen Gerichten volkstümlich gefeiert
wird. Dagegen zeigen sich die Karnevalsfreuden in
der Stadt insbesondere in heftigen Wasserergüssen
aus Wassereimern oder mit Wasser gefüllten "globos"
(Luftballons), die aus Fenstern, Haustüren, von
Balkonen herab und aus vorbeifahrenden Kleinlastern
voller kreischender Jugendlichen auf die Passanten
niederprasseln.
Junge Touristen sind ein ganz beliebtes Ziel dieser
ambulanten Wasserwerfer. |
Zweite Märzhälfte
- Erste Aprilwoche
Osterwoche
Die Osterwoche, "Semana Santa", ist für
die Menschen in den Anden eine der wichtigsten religiösen
Festlichkeiten.
In Cusco findet alljährlich am Karmontag, "Lunes
Santo", die zentrale Prozession der Osterwoche
statt. Sie beginnt um 15.00 Uhr nachmittags und ist
mit Abstand das größte religiöse Ereignis
der Stadt, denn an diesem Tag wird der Schutzpatron
von Cusco, "el Señor de los Temblores",
eine einzigartige schwarze Christusfigur, durch die
Innenstadt getragen. Bevor die Christusfigur am Abend
wieder in die Kathedrale einkehrt, erteilt sie dem massenhaft
auf dem Hauptplatz dicht versammelten Volk in einer
sehr eindrucksvollen Zeremonie seinen Segen.
Karmontag in Cusco
Seit 1650, als ein tagelang anhaltendes Erdbeben die
Stadt zu zerstören drohte, und die Einwohner diese
Christusfigur in ihrer Verzweiflung aus der Kathedrale
holten, sie um Schutz anflehten und das Erdbeben plötzlich
nachließ, wird der "Taitacha Temblores",
der Herr der Erdbeben, als Schutzpatron von Cusco geehrt.
Die gekreuzigte Christusfigur war von König Karl
V gestiftet worden, durch den Rauch von Kerzen und Weihrauch
wurde sie im Laufe der Zeit erstaunlicherweise völlig
schwarz, und bisher wagte es auch niemand dieses mystische
Bildnis zu restaurieren.
Osterwoche in Ayacucho
Am Abend des Karfreitags erlöschen die Lichter
in der Innenstadt von Ayacucho, so beginnt die Prozession
des Christus von Calvary. Die mit weißen Rosen
geschmückte Christusfigur wird vom Kloster Santa
Clara aus durch die Straßen getragen.
Tausende Gläubige in Trauerkleidung mit brennenden
Kerzen in der Hand begleiten die Prozessionen.
Am Karsamstag Morgen läuten die Kirchenglocken
die fröhlichen Osterfeierlichkeiten ein.
Die Prozession am Ostersonntag beginnt um vier Uhr vor
der Kathedrale.
Mit Feuerwerken und knallenden Böllern wird die
Freude über die Auferstehung Christi zum Ausdruck
gebracht. |
9. April
Volksfest zum Jahrestag von Amantani-Puno
- Insel Amantani
auf dem Hauptplatz der Insel mit viel Musik und Folkloretänzen,
Ausstellungen und Verkauf von Kunsthandwerk, typischen
Gerichten. |
Vom 2. zum 3. Mai
Fiesta de la Cruz, das Fest des Kreuzes, in
Cusco und Umgebung
Kreuzfeste sind im gesamten Hochland sehr verbreitet.
Überall in den Dörfern und den katholischen
Gemeinden in Cusco schmücken die Gläubigen
ihre Kreuze mit Blumen, Schleifen und Girlanden. In
der Nacht vom 2. zum 3. Mai -in der Quechua Sprache
"Cruz Velacuy", die Kreuzwache, genannt-
wird um jedes Kreuz herum gebetet und mit Tänzen,
viel Musik, reichhaltigem Essen und Getränken
fröhlich gefeiert. Am 3. Mai finden Prozessionen
zu den umliegenden Kirchen statt.
Diese Feierlichkeit hat ihren eigentlichen Ursprung
in der Zeit vor der Kolonisierung, als die Bauern
noch ihren heidnischen Göttern Danksagungen für
eine gute Ernte entgegenbrachten. |
Juni
Hängebrücke "Queswachaka"
Ein bis heute kaum von Touristen besuchtes
Fest ist der Bau der letzten funktionierenden Hängebrücke
der Inkas, "Queswachaka". Jedes Jahr wiederholt
sich diese Tradition, die schon seit vielen Jahrzehnten
existiert. Aus „sogas hecho a base de ichu“ (Ichugras)
geformt, wird die Brücke zu Anfang Juni abgerissen
und in Gemeinschaftsarbeit von den Mitgliedern der
umliegenden Gemeinden komplett neu aufgebaut. Die
Frauen flecheten das Ichu Gras zu Seilen, die Männer
bauen an der Brücke. Eingeweiht wird sie mit einer
schamanischen Zeremonie. Danach dürfen Anwesende gegen
einen symbolischen Wegzoll von S/. 1,- die Brücke
überqueren.
Am nächsten Tag findet ein großes Fest mit einem
Tanzfestival statt, an dem Jung und Alt teilnehmen.
Die grandiose Landschaft und die herrlichen Trachten
machen das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Fotoshow und Erlebnisbericht finden Sie im
Blog
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Erste Juniwoche
Señor de Qoyllur Riti, Cusco - Quispicanchis
Das Quechua Wort "Qoyllur Riti" bedeutet Schneestern.
Selten erlebt man das Miteinander und Nebeneinander
von katholischen Glaubenssymbolen und indigenen, heidnischen
Elementen so eindrucksvoll wie bei dieser stundenlangen
Pilgerwanderung zum Gletscher Ausangate.
Die Pilger brechen am Dreifaltigkeitssonntag, meist
gegen Ende Mai oder Anfang Juni, und kommen am nachfolgenden
Dienstag zurück.
Die Pilgerfahrt und -wanderung zum Ausangate gilt als
ein Ritual zu Ehren des Berggottes der Inka, dem "Apu".
Viele kommen, um den "Apu" um seinen Segen,
um Wohlstand, eine gute Ernte, ein Haus, Arbeit, Gesundheit
zu bitten.
Die Hauptzeremonie findet am Fuß des Ausangate,
auf 4.600 Metern, statt, nachts liegen die Temperaturen
unter Null.
Mehr als 10.000 Pilger, begleitet von kostümierten
Tänzern und Musikern, machen sich anschließend
auf den beschwerlichen Weg bis in die schneebedeckten
Höhen des Gletschers. Von dort kehren die Pilger
zumeist mit schweren Eisblöcken beladen zurück,
denn mit dem heiligen Wasser des Ausangate sollen ihre
Äcker symbolisch bewässert oder Wunden kuriert
werden. |
Juni, Donnerstag
Corpus Christi - Fronleichnam
Schon Tage vor der großen Prozession in der
Innenstadt Cuscos werden die Heiligenfiguren aus den
umliegenden Dörfen, begleitet von Musikkapellen,
in die Stadt getragen und in der Kathedrale ausgestellt.
Acht Tage nach Fronleichnam beginnt der Rückzug
in die jeweiligen Dorfkirchen. Während und nach
der Prozession wird in den Straßen rund um dem
Hauptplatz von Cusco reichhaltig Obst, Gepäck
und vor allem das typische Fronleichnam Gericht "Chiri
Ucchu" angeboten. |
Juni
Feria Agropecuaria Huancaro - Landwirtschaftsmesse
in Cusco
Regionale, nationale und internationale Aussteller
Musikgruppen: La Movida de Janet mit Max Castro, Willian
Luna, Agua Bella, Los Hermanos Gaytan, u.a.
Rock-Festival mit Zopilotes und seiner Band, Huayno-Festival
mit Folkloremusik aus Cusco, Festival Interprovincial:
aus 13 Provinzen des Departaments Cusco stellen sich
typische Tanz- und Musikgruppen vor. 29. Juni: Hahnenkampf |
24. Juni Inti
Raymi - das Sonnenwendfest der Inka
Die Wintersonnwende auf der südlichen Erdhalbkugel
und der Dank für die eingefahrenen Ernten bestimmen
diese Feier, die an die wichtige Zeremonie der Sonnenanbetung
aus der Zeit der Inkas erinnert. Dieses Fest wird seit
gut 50 Jahren mit einer Inszenierung von Archäologen
und Historikern aus Cusco wieder in Peru gefeiert, während
der Kolonialzeit war das Fest von der Spanischen Krone
verboten. |
15. und 16. Juli
Fiesta de la Virgen de Carmen, vor Ort auch Mütterchen
Carmen "Mamacha Carmen" genannt,
in Paucartambo - drei Stunden Fahrt von Cusco entfernt.
Tausende von Gäubigen verehren hier die Schutzheilige
der Mestizen. Zum Auftakt der Veranstaltung versammelt
sich die Menge auf dem Hauptplatz. Hier spielen die
Musikkapellen, die zahlreichen Chöre singen in
der Quechuasprache und leiten so ein farbenfrohes, für
die Geschichte des Landes typisches Schauspiel ein.
Fünf Tage lang kann man die verschiedensten Kostüme
bewundern, wenn diese das "Mütterchen"
auf ihrem Weg über den Dorfplatz, durch die Kirchen
und Straßen der Ortschaft begleiten. Am Hauptfesttag
wird die Marienstatue durch die Straßen getragen,
um die Anwesenden zu segnen und die Dämonen fernzuhalten.
Die Tänzer führen in ihren Kostümen aus
der Zeit der Inkas oder der Kolonialzeit riskante Turnübungen
auf den Dächern der Häuser vor. Am Ende der
Prozession beginnt ein Kampf gegen die Dämonen,
den die Gläubigen gewinnen. Schließlich zieht
die Gesellschaft zum Friedhof, um die Toten zu ehren.
Im Zusammenhang mit diesem Fest und noch bis
Mitte August:
Sonnenaufgang in Tres Cruces, nahe Paucartambo,
der spektakuläre Panoramablick aus knapp 4000 m
Andenhöhe auf die tropische Tiefebene, aus der
mitten in einem schillernden Farbenmeer allmählich
der Sonnenball emporsteigt.
Dieses Naturereignis ist nur an zwei Orten der Welt
zu sehen, in Japan und in Tres Cruces, Peru. |
26. bis 30. Juli
Yawar Fiesta, Der Kampf zwischen Stier und Kondor,
Cotabambas-Apurímac
Der Ort Ccoyllurqui liegt im Bezirk Cotabambas, Provinz
Apurímac, auf einer schlechten Straße ungefähr
acht Stunden Fahrt von Abancay. Hier findet anläßlich
der Nationalfeiertage von Peru ein ganz besonderer ritueller
Stierkampf statt, zwischen einem Stier, der symbolisch
die spanischen Eroberer darstellt, und einem Kondor,
der die andine Welt vertritt. Der Kondor wird auf dem
Rücken des Stiers festgebunden und pickt diesen
und versucht sich zu befreien, gleichzeitig wird der
Stier von spontanen Toreros mit Ponchos gereizt. Der
Stier versucht verzweifelt sich zu retten, wird aber
meist besiegt, woraufhin der Kondor inmitten der Musik
und Feierlichkeiten befreit wird. Wenn der Kondor schwer
verletzt werden sollte oder im schlimmsten Fall stirbt,
ist dies ein schlimmes Vorzeichen für das Dorf.
In der Nacht ziehen die Tänzer durch die Straßen,
Feuerwerke werden abgebrannt und Fackelmärsche
finden statt. |
28. und 29. Juli
Nationalfeiertage Perus (Fiestas Patrias)
Zum Gedenken an die Unabhängigkeitserklärung
Perus, 28.07.1821, durch den Befreier Jose de San Martin.
Überall in Peru werden schon Tage vorher an allen
Häusern Fahnen gehisst. Am Abend des 27. Juli finden
zumeist Folkloremusik - und Tanzveranstaltungen auf
den Plätzen statt. Im Morgengrauen des 28.Juli
werden 21 Kanonenschüsse abgefeuert, die Nationalflagge
wird gehisst. Am folgenden Tag feiert man im Dom von
Lima die Te Deum Zeremonie, an der der Präsident
teilnimmt. In allen größeren Städten
findet eine Militärparade statt. |
29. August Festival
"Warachikuy" im archäologischen Park
Sacsayhuaman, Cusco, organisiert von der staatlichen
Schule "Ciencias". Das Fest ist eine Tradition
aus der Inkazeit, wo sich Alt und Jung bei sportlichen
Wettkämpfen mit Steineheben, Axtwerfen, Wettrennen
etc. messen. |
14. September Pilgerfahrt
zum "Señor de Huanca" - 40min von
Cusco entfernt
Einer Legende zufolge ließ ein reicher Bolivianer
das Christusbild "Señor de Huanca"
auf einen Felsstein malen, als Dank dafür, dass
er von einer schlimmen Krankheit geheilt wurde.
Später wurde eine Kirche um den Stein herum gebaut,
die jedes Jahr tausende Pilger anzieht. |
3. und 4. Oktober
Feierlichkeiten mit Tänzen, Musik und Prozession
zu Ehren des Heiligen San Francisco in den Dörfern
Maras, Urcos und Tinta. |
10. Oktober Landwirtschaftsmesse
mit Stierkämpfen in Quispicanchis |
18. bis 28. Oktober
Prozession "Señor de los Milagros"
Die größte Prozession Südamerikas hat
ihren Ursprung in der Kolonialzeit. Ein aus Angola stammender
Sklave zeichnete die dunkle Christus-Figur auf die Hauswand
eines armen Leibeigenen in der Nähe von Lima. |
1. und 2. November
Allerheiligen und Allerseelen "Zwiegespräche
mit den Seelen"
Der Totenkult war eine weitverbreitete und geachtete
Praxis in der Zeit vor der Kolonisierung und lebt heute
vermischt mit christlichen Elementen fort. Der Friedhof
wird bis zum Morgen des 2. November mit Kerzen erleuchtet
und während der Nacht halten die Familienangehörigen
dort Wache. |
24. Dezember "Santuranticuy",
ein einzigartiger Weihanchtsmarkt auf dem Hauptplatz,
Plaza de Armas, in Cusco. "Santuranticuy"
bedeutet in der Ketschuasprache "Verkauf von Heiligen",
auf diesem improvisierten Markt bieten die Kunsthandwerker
die verschiedensten Heiligenfiguren für Krippendarstellungen
in Kirchen und Wohnungen an. Es werden auch Artikel
aus gebrannten Ton aus Pucará und Quinua angeboten
und man kann Holzschnitzereien, Keramik und Retabeln
kaufen. Am Abend wird zum Aufwärmen Ponche, ein
Getränk mit Schnaps und heißer Milch, angeboten.
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