Die heidnischen
Bräuche wurden verboten, Missionare zogen durchs
Land, sie verkündeten den Glauben an Jesus Christus
und erstickten gleichzeitig jegliche Zweifel an der
Dominanz der spanischen Kolonialherren.
Angeführt von Tupac Amaru II ging von Cusco 1781
einer der letzten grossen Aufstände gegen die
kolonialen Machthaber aus, der von den Spaniern grausam
niedergeschlagen wurde.
Doch den unvorhersehbaren Naturgewalten waren die
Spanier und ihr Vizekönig weniger gewachsen.
Zahlreiche koloniale Gebäude wurden vor allem
bei dem starken Erbeben 1650 aus den Fugen gerissen,
während die gewaltigen, erdbebensicheren Grundmauern
der Inkabauten den Kräften der Natur standhielten;
sie tragen bis heute als stumme Zeugen einer vergangenen
Epoche geradezu bildhaft die Last des kolonialen Erbes.
So sollte es den Spaniern doch nicht gelingen, den
allgegenwärtigen Geist der Inkas aus der Hauptstadt
des Tahuantinsuyo zu vertreiben.
1985 erklärte die UNESCO Cusco zum "Kulturellen
Erbe der Menschheit".
Hier die Info Seite zum UNESCO Welterbe Cusco mit
einem schönen Film:
http://schaetze-der-welt.de
Cusco heute...
Durch die zunehmende Landflucht ist Cusco in den letzten
Jahren sehr gewachsen und zählt mittlerweile
um die 350.000 Einwohner. Der wichtigste Wirtschaftszweig
ist neben Handel, Handwerk und Landwirtschaft zweifellos
der Tourismus. In diese phantastische Andenmetropole
zieht es Reisende aus aller Welt, Abenteurer, Trekkingfreunde
und Kulturreisende ebenso wie Rentner, Aussteiger
und Esoteriker auf der Suche nach energiegeladenen
Orten und kosmischen Strahlen.
Solch internationale Vielfalt spiegelt sich auch in
dem regen Nachtleben wider. Wenn sich morgens die
ersten Touristen zum sechs-Uhr-Zug nach Machu Picchu
auf den Weg machen, treffen sie in den kleinen Gassen
rund um den Plaza de Armas auf jene, die nach einer
durchgetanzten Nacht in den Diskotheken Up-Town, Ukukus,
Mama Africa, Mama America, Mythology, Isakaya, Garabatos
und wie sie alle heißen auf dem Heimweg sind.
In vielen Restaurants treten allabendlich Musik- und
Tanzgruppen auf. Multikulti-Lokale, Cafés,
Pubs und vor allem die gemütlichen Pizzastuben
mit Lehmöfen tragen sehr zu der faszinierenden
Atmosphäre dieser Stadt bei. Aktuelle Informationen
über Cusco finden Sie im Blog.
Wussten Sie schon?
International wird „Cuzco“ nach der spanischen
Schreibweise mit „z“ geschrieben, die
„cusqueños“ dagegen schreiben Cusco
mit „s“, ein kleines Aufbegehren gegen
die spanische Hinterlassenschaft.
In den achtziger Jahren hatte der damals sehr beliebte
Bürgermeister Daniel Estrada verordnet, dass
die Stadt nach dem ursprünglichen Quechua Namen
„Qosqo“ genannt werden sollte. Trotz aufwändiger
Umstellungsaktionen konnte sich der Name Qosqo aber
nicht durchsetzen. |