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Cusco - Peru

kulturelles Erbe der Menschheit

Das Boleto Turistico
Cusco, in der Quechua-Sprache "Nabel der Welt, Qosqo“, ist zweifellos eine der interessantesten archäologischen Hochburgen Südamerikas.
Wie kaum anderswo kann man hier die Vielfalt und den Zauber der peruanischen Kulturen erleben, und das Aufeinandertreffen inkaischer und kolonialer Baukunst bestaunen.
Auf 3430m Höhe gelegen war diese Andenstadt einst das Herz des Inkareiches, das Zentrum des legendären Tahuantinsuyo, Reich der vier Himmelsrichtungen. Der erste Inka Manco Capac gründete Qosqo zum Ende des 12. Jh. Die grossen Paläste entstanden zur Blütezeit des Inka Imperiums unter der Herrschaft des siegreichen Inca Pachacutec, der bis 1471 regierte. Als die Spanier, an der Spitze Francisco Pizarro, 1533 Cusco eroberten, wurde ein großer Teil der Inkapaläste zerstört. Auf den Grundmauern der Heiligtümer und Paläste des entmachteten Inka-Volkes entstanden in der Folgezeit katholische Kirchen und großartige Herrenhäuser im spanischen Barockstil.

Die heidnischen Bräuche wurden verboten, Missionare zogen durchs Land, sie verkündeten den Glauben an Jesus Christus und erstickten gleichzeitig jegliche Zweifel an der Dominanz der spanischen Kolonialherren.
Angeführt von Tupac Amaru II ging von Cusco 1781 einer der letzten grossen Aufstände gegen die kolonialen Machthaber aus, der von den Spaniern grausam niedergeschlagen wurde.
Doch den unvorhersehbaren Naturgewalten waren die Spanier und ihr Vizekönig weniger gewachsen. Zahlreiche koloniale Gebäude wurden vor allem bei dem starken Erbeben 1650 aus den Fugen gerissen, während die gewaltigen, erdbebensicheren Grundmauern der Inkabauten den Kräften der Natur standhielten; sie tragen bis heute als stumme Zeugen einer vergangenen Epoche geradezu bildhaft die Last des kolonialen Erbes.
So sollte es den Spaniern doch nicht gelingen, den allgegenwärtigen Geist der Inkas aus der Hauptstadt des Tahuantinsuyo zu vertreiben.

1985 erklärte die UNESCO Cusco zum "Kulturellen Erbe der Menschheit".
Hier die Info Seite zum UNESCO Welterbe Cusco mit einem schönen Film:
http://schaetze-der-welt.de

Cusco heute...
Durch die zunehmende Landflucht ist Cusco in den letzten Jahren sehr gewachsen und zählt mittlerweile um die 350.000 Einwohner. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist neben Handel, Handwerk und Landwirtschaft zweifellos der Tourismus. In diese phantastische Andenmetropole zieht es Reisende aus aller Welt, Abenteurer, Trekkingfreunde und Kulturreisende ebenso wie Rentner, Aussteiger und Esoteriker auf der Suche nach energiegeladenen Orten und kosmischen Strahlen.
Solch internationale Vielfalt spiegelt sich auch in dem regen Nachtleben wider. Wenn sich morgens die ersten Touristen zum sechs-Uhr-Zug nach Machu Picchu auf den Weg machen, treffen sie in den kleinen Gassen rund um den Plaza de Armas auf jene, die nach einer durchgetanzten Nacht in den Diskotheken Up-Town, Ukukus, Mama Africa, Mama America, Mythology, Isakaya, Garabatos und wie sie alle heißen auf dem Heimweg sind.
In vielen Restaurants treten allabendlich Musik- und Tanzgruppen auf. Multikulti-Lokale, Cafés, Pubs und vor allem die gemütlichen Pizzastuben mit Lehmöfen tragen sehr zu der faszinierenden Atmosphäre dieser Stadt bei. Aktuelle Informationen über Cusco finden Sie im Blog.

Wussten Sie schon?
International wird „Cuzco“ nach der spanischen Schreibweise mit „z“ geschrieben, die „cusqueños“ dagegen schreiben Cusco mit „s“, ein kleines Aufbegehren gegen die spanische Hinterlassenschaft.
In den achtziger Jahren hatte der damals sehr beliebte Bürgermeister Daniel Estrada verordnet, dass die Stadt nach dem ursprünglichen Quechua Namen „Qosqo“ genannt werden sollte. Trotz aufwändiger Umstellungsaktionen konnte sich der Name Qosqo aber nicht durchsetzen.

Das Boleto Turistico
Das "Boleto turístico", mit dem 16 verschiedene touristische und kulturelle Stätten in Cusco, der Umgebung und dem Heiligen Tal der Inkas besucht werden können, kostet 130,- Soles.
Das Ticket ist 10 Tage gültig und kann weder verlängert noch auf andere Personen übertragen werden.
 
 

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